Google Ads Grundsätze 101

Es folgt eine Hommage an unsere eigenen Fehler, die ich nun als weiser Google Ads Trainer in Form von Tipps an alle PPC Jünglinge weitergebe.

1. Google erlaubt standardmäßig, dass Such- und Display-Anzeigen zusammen angezeigt werden. Das ist eines der seltsamsten Dinge, die Google meiner Meinung tut.

Eigentlich sollten Search Ads für Suchanfragen sein und Displays eben für Display Werbung.
Das sorgt für viel Verwirrung. Die meisten Leute, die ihre erste Google Ads Kampagne aufsetzen, bekommen am Ende minderwertige Display-Impressionen mit Textanzeigen. Ich sehe das bei so ziemlich jedem Konto, das ich übernehme.

2. Bei den oben genannten Kampagnen setzt Google standardmäßig auf Zielgruppenerweiterung. Das ist zwar nicht ganz so schlimm, aber in den meisten Fällen verwendet man große Zielgruppen in seinen Anzeigengruppen. Es ist besser, die Zielgruppenerweiterung zu entfernen, damit man in den Zielgruppenberichten genau erkennen kann, welche Zielgruppe performt und welche nicht. Die guten Zielgruppen packt man dann in eigene Anzeigengruppen und testet diese dann.

3. Mehr Kampagnen bieten mehr Kontrolle über Budget, Leistung, Targeting und vieles mehr. Wenn die Ausgaben steigen, sollte auch die Granularität des Targetings und der Berichte steigen. Die Einstellungen auf Kampagnenebene zur Kontrolle ist eine gute Möglichkeit den Überblick zu behalten, was viele Anfänger ignorieren. Häufig denken Anfänger, dass mehrere Kampagnen unübersichtlich sind – doch ganz im Gegenteil. Die richtige Beschriftungen, Namensstruktur der Kampagnen und ordentlich gruppierte Budgets können dein Google Ads Konto unglaublich einfach & effektiv machen.

3. Darüber hinaus sollten man sich mit Match-Types vertraut machen. Beginne mit einer A/B Kampagnenstrukturen, bei der man nach Suchbegriffen mit breiter Übereinstimmung sammelt und diese auf exakte und Phrase-Kampagnen übertragen können. So generiert man viel schneller effizienten Traffic.

4. Automatisiere alle sich wiederholenden Aufgaben. Ein paar Stunden Vorarbeit werden unglaublich viel Zeiteinsparungen bringen. Automatisierte Regeln sind dein bester Freund, Skripte sind deine F+ Freundinnen. 😉

5. Es ist fast immer besser, Suchpartner zu entfernen. Irgendwann kann man sie wieder hinzufügen. Bitte erst, wenn du genug Ahnung hast von deinem eigenen Konto.

6. 80 % deiner Zeit in den ersten Wochen einer Kampagne wirst du damit verbringen, die Berichte zu den Suchbegriffen zu prüfen und negative Keywords zu verwenden, um sicherzustellen, dass du relevante Suchanfragen bekommst. Das ist entscheidend für den Erfolg jeder Suchkampagne.

7. Hab dein Tracking unter Dach und Fach bevor du die Kampagne startest. Was ist ein Anruf oder eine E-Mail für dich/den Kunden wert? Das solltest du wissen und als Conversion-Wert definieren, bevor die Kampagne startet. Die meisten Unternehmen sind nicht nur E-Commerce Unternehmen. Andere Aktionen haben meistens auch einen Wert – sie sollten als Micro Conversions nachverfolgt und mit einem Standardwert versehen werden, damit du siehst ob das, was du tust, profitabel & gut ist oder nicht.

8. Verbringe Zeit damit, Statistik zu verstehen.
Ein Keyword, das 14 Impressionen und 4 Klicks hat, und ein anderes, das 33 Impressionen und 22 Klicks hat … sagt dir absolut gar nichts. Ein gutes Verständnis dafür, wie man tatsächlich aussagekräftige Daten findet und darauf aufbauend Entscheidungen trifft, ist weitaus wirkungsvoller, als einfach loszulegen und wahllos Entscheidungen zu treffen. Du willst datenbasiert unterdurchschnittliche Keywords/Anzeigen/etc. abschalten. Google Ads basieren nicht auf einem Bauchgefühl oder Tendenzen.